Worauf Sie beim Kauf Ihres ersten Bootes achten sollten
Der Kauf eines neuen Bootes ist meist ein wichtiger Moment. Neben der Wahl des richtigen Modells gibt es noch einige Punkte, die Sie bedenken sollten, damit Sie Ihre Zeit auf dem Wasser genießen.

Sie kaufen zum ersten Mal ein Boot? Der Kauf eines neuen Bootes ist meist ein wichtiger Moment in Ihrem Leben. Bedenken Sie neben der Wahl des richtigen Modells auch die folgenden Punkte, damit Sie Ihre Zeit auf dem Wasser genießen.
Reparaturen und Wartung
Jeder hofft, dass Reparaturen lange oder gar nicht nötig sind. Es gibt einige Dinge, auf die Sie bei Ihrem neuen Boot achten können, damit Reparaturen und Wartung einfacher werden.
Innenborder oder Außenborder
Ein Außenbordmotor lässt sich oft leichter vom Boot abnehmen und zur Reparatur bringen. Bei einem Innenbordmotor müssen Sie mit Ihrem Boot zum Mechaniker, oder der Mechaniker muss zu Ihrem Boot kommen. Das kann zusätzlich Zeit oder Geld kosten, das Sie lieber auf dem Wasser verbracht hätten.
GFK, Stahl oder Aluminium
Was die Wartung betrifft, macht die Wahl zwischen GFK, Stahl oder Aluminium (beim Kauf eines neuen Bootes) keinen großen Unterschied. Alle müssen im Winter gereinigt und gewartet werden, und bei guter Pflege halten sie lange. Stahl eignet sich etwas besser für leichtes Eis oder mehrere Winter im Wasser. Aluminium ist leichter und fester (widerstandsfähiger gegen hohe Belastungen und gegen Korrosion durch Meerwasser), aber auch teurer.
Bei Schäden ist ein Stahlrumpf leichter zu reparieren als ein GFK-Rumpf, besonders im Ausland. Professionelle Reparaturen gibt es für alle Rumpfmaterialien vielerorts, und für GFK gibt es inzwischen Reparatursets, mit denen Sie auch größere Kratzer und Risse selbst ausbessern können. Aluminium lässt sich gut ausbeulen und ist fester als Stahl, größere Reparaturen sind aber aufwendig.
Bei kleinen, erst recht aber bei größeren Schäden bekommen Sie eigentlich nur bei Stahlbooten schnell wieder das ursprüngliche Aussehen und die ursprüngliche Qualität.
Bootsversicherung
Haben Sie gerade ein neues Boot gekauft oder steht der Kauf bevor? Dann denken Sie auch an die Versicherung. Ob eine Bootsversicherung Pflicht ist, hängt vom Land ab und manchmal vom Ort oder von der Situation, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Haftung.
Wir raten Ihnen, genau zu prüfen, ob eine Versicherung sinnvoll ist, und vor allem an mögliche Folgeschäden (Haftpflicht) zu denken und daran, ob Sie dieses Risiko selbst tragen wollen und können.
Liegeplatz- und Lagerkosten
An vielen Orten, etwa in einem Yachthafen oder an einem Stadtkanal, zahlen Sie eine Liegeplatzgebühr. Lagern Sie Ihr Boot, drinnen oder draußen, zahlen Sie in der Regel auch Lagerkosten. Diese Kosten richten sich meist nach der Länge Ihres Bootes und immer häufiger auch nach der Breite oder der Fläche. Sie zahlen sie an den Hafenmeister, die Gemeinde oder den Eigentümer des Platzes.
Die Preise unterscheiden sich stark je nach Land, Region und Ort und zwischen einem Sommerliegeplatz und dem Winterlager. Sie können sich deutlich summieren. Fragen Sie deshalb vorher nach den Tarifen für Ihr Boot und planen Sie sie in Ihr Jahresbudget ein.
CE-Kennzeichnung
Die CE-Kennzeichnung ist für neue Sportboote in der Europäischen Union seit 1998 Pflicht. Sie zeigt, dass Ihr Boot die europäischen Anforderungen an Sportboote erfüllt.
Es gibt vier CE-Entwurfskategorien, gekennzeichnet mit den Buchstaben A bis D.
A: Hochsee. Geeignet für Windstärken über 8 und Wellen höher als vier Meter.
B: Außerhalb von Küstengewässern. Geeignet bis Windstärke 8 und Wellen bis vier Meter.
C: Küstennahe Gewässer. Geeignet bis Windstärke 6 und Wellen bis zwei Meter.
D: Geschützte Gewässer. Geeignet bis Windstärke 4 und Wellen bis dreißig Zentimeter.
Achten Sie darauf, dass nicht nur Ihr Boot, sondern auch Sie selbst und Ihre Ausrüstung den jeweiligen Wetterbedingungen gewachsen sind. Ab Windstärke 4 Beaufort sind die Wellen schon beachtlich und erfordern passende Vorkehrungen.
Herstellerplakette
Die Herstellerplakette enthält die allgemeinen Angaben zum Boot, zum Beispiel:
- die maximale Personenzahl an Bord
- die CE-Kategorie, für die das Boot geeignet ist
Die Plakette muss vom Steuerstand aus sichtbar sein.
Bootsidentifizierungsnummer (CIN)
Außerdem muss auf der Steuerbordseite des Spiegels eine CIN (Craft Identification Number) angebracht sein. Die CIN-Plakette (auch HIN, Hull Identification Number) zeigt:
- Herstellercode
- Herstellungsland
- Individuelle Seriennummer
- Baujahr
- Modelljahr
Bootsführerschein
Ob Sie einen Führerschein brauchen, hängt von dem Land ab, in dem Sie fahren, und oft von Länge, Geschwindigkeit und Motorleistung des Bootes sowie von der Art des Gewässers. Manche Länder verlangen für fast jedes Motorboot einen Führerschein, andere nur für schnelle oder große Boote. Auch für ausländische Gäste gelten unterschiedliche Regeln. Prüfen Sie deshalb immer sorgfältig, vor dem Kauf und vor jeder Fahrt ins Ausland, welcher Führerschein für Ihr Boot und Ihr Fahrtgebiet erforderlich ist.
Registrierung
In vielen Ländern muss ein Boot registriert werden, oft abhängig von Länge, Geschwindigkeit oder Motorleistung, oder einfach, um im Ausland unter einer Flagge zu fahren. Prüfen Sie beim Kauf eines Bootes auch, ob es registriert oder auf Ihren Namen umgeschrieben werden muss, und regeln Sie das ordnungsgemäß mit den zuständigen Behörden. Bewahren Sie die Registrierungsunterlagen an Bord auf.
Wie hoch ist der aktuelle Wert Ihres Bootes?Eine Wertermittlung auf der Grundlage tatsächlicher Gebrauchtboot-Inserate

